Nachhaltigkeit: Leuchtturm 2040

Vorzeigeprojekt W.E.B-Campus

In der W.E.B-Zentrale in Pfaffenschlag zeigen wir mit unterschiedlichen Projekten auf, wie Energie an einem Unternehmensstandort produziert und mittels Sektorkopplung effizient eingesetzt werden kann. 2020 wurde der „Leuchtturm 2040“ um eine weitere Photovoltaikanlage und einen weiteren Stromspeicher ausgebaut.    

Volle Sonnenkraft in Pfaffenschlag

Photovoltaik-Tracker, Auf-Dach-Anlagen und fassadenintegrierte Photovoltaik-Module gibt es schon länger in der Firmenzentrale. Mitte September 2020 nahm mit dem Photovoltaikprojekt Pfaffenschlag IV ein weiteres Pilotprojekt seinen Betrieb auf. Die neue, 486 kWp starke Photovoltaikanlage soll pro Jahr rund 444 MWh sauberen Strom liefern. Damit verfügt die W.E.B am Standort Pfaffenschlag bereits über eine Photovoltaikleistung von insgesamt knapp 750 kWp. Dass an sonnigen Tagen nicht der gesamte Strom sofort verbraucht wird, liegt auf der Hand. Doch auch dafür hat die W.E.B eine Lösung – die Stromspeicherung.
   


   
In der W.E.B-Zentrale wird Strom gespeichert


Für eine hundertprozentige Versorgung mit Erneuerbarer Energie stellen Stromspeicher jeder Größenordnung für die W.E.B „die letzte Gleichung der Energiewende“ dar, die es zu lösen gilt. 90 kWh an Speicherkapazität zählte man in der Firmenzentrale schon vor 2020. Im August des vergangenen Jahres wurde ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 500 kWh in Betrieb genommen. Damit können entweder der gesamte Stromverbrauch oder auch nur Lastspitzen der Firmenzentrale samt Ladestationen in Pfaffenschlag abgedeckt werden.
      


     

Elektrisch unterwegs

Apropos Ladestationen – die W.E.B setzt beim Straßenverkehr auf Elektromobilität und hat dafür in den letzten Jahren einen beachtlichen Elektrofuhrpark aufgebaut. Über 50 Elektromobilisten befinden sich unter den W.E.B-Mitarbeitern. Die Elektroautos werden in der W.E.B-Zentrale an insgesamt 43 Ladepunkten mit Strom versorgt. Die dort implementierte Ladestellenregelung sorgt dafür, dass nicht zu viel Strom auf einmal verbraucht wird und kein Mitarbeiter leer ausgeht.
                  



    


       

Heizen und Kühlen

Um den Mitarbeitern ein optimales Raumklima zu bieten, und das noch dazu möglichst ressourcenschonend, setzt die W.E.B auf eine Wärmepumpe mit 42 kW Wärmeleistung. Dazu wurden 16 jeweils 100 Meter tiefe Bohrungen eingebracht, um die notwendige Energie zu entnehmen – neun davon entstanden 2020. Im Einsatz sind weiters Heizungs- sowie ein Kältepuffer mit je 3.000 Litern Fassungsvermögen. Dieses System heizt bzw. kühlt das komplette Bürogebäude mit einer Fläche von 2.410 m2.

Energieerzeugung, Stromspeicherung, Elektromobilität sowie ressourcenschonendes Heizen und Kühlen – allein diese vier Bereiche zeigen, wie vielseitig die verschiedenen Sektoren zusammenspielen, um unsere Zukunft nachhaltig zu gestalten. Schon heute kann man diese Zukunft bei der W.E.B in Pfaffenschlag erleben.




    

   
CO2-Fußabdruck

2020 wurde zum dritten Mal in Folge der Carbon Footprint der WEB Windenergie AG nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard (GHG Protocol) ermittelt. Im abgelaufenen Jahr kam die W.E.B auf einen CO2-Fußabdruck von 369 t CO2e. Dem Carbon Footprint der W.E.B in Österreich wurde auch 2020 der Carbon Handprint gegenübergestellt, also der ins österreichische Netz eingespeiste Strom aus Erneuerbaren Energien. Der Handprint betrug 234 466 t CO2e.
    


Carbon Footprint 2020
369 t co2e

Carbon Handprint 2020
234.466 t co2e
Mitarbeiter

Stabilität trotz Pandemie

    

Covid-19 stellte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beruflich wie privat immer wieder vor kurzfristige Umstellungen und Herausforderungen. Umso wichtiger war es der W.E.B, rasch und flexibel ein passendes Umfeld zu schaffen, damit die Aufgaben im Job, die Zusammenarbeit in den Teams, aber auch die Verbindung von Beruf und Betreuungspflichten in Zeiten der Lockdowns und der pandemiebedingten Einschränkungen gut funktionieren.

Pandemiebedingtes Homeoffice

Die Auswirkungen von Covid-19 haben die W.E.B schrittweise betroffen. Während beispielsweise in Italien bereits Anfang März der Betrieb auf Homeoffice umgestellt worden war, folgten die anderen Länder erst im Laufe des Monats. Unseren Mitarbeitern wurde – wo umsetzbar – das Arbeiten von zuhause ermöglicht. Wir profitieren dabei von der technischen Ausstattung in allen Schlüsselbereichen, die wir als internationales Unternehmen ohnehin benötigen und die flexibles Arbeiten unabhängig vom Standort ermöglicht: Fast alle Mitarbeiter sind mit Laptops ausgestattet, Videokonferenzen gehören aufgrund der Internationalität der W.E.B zum Arbeitsalltag. Das Zurückholen der Teams in die Büros erfolgte in vorsichtigen Etappen; von einer Vollbelegung wurde angesichts der Entwicklung der Infektionszahlen abgesehen.

Schon frühzeitig wurden die gesetzlich angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie durch zusätzliche Aktivitäten verstärkt: Da gerade im Bereich der Projektentwicklung und im Grünstrom-Vertrieb Termine mit Geschäftspartnern und Behörden erforderlich sind, startete die W.E.B mit regelmäßigen Corona-Testungen dieser Teams. Zum Jahreswechsel wurden darüber hinaus betriebliche Tests drei Mal pro Woche für das gesamte Team in Österreich vorbereitet, damit sich die Mitarbeiter direkt im Haus einem Antigentest unterziehen können. Diese Tests sind freiwillig; sie wurden in den ersten Monaten 2021 von durchschnittlich zwei Dritteln der anwesenden Mitarbeiter des jeweiligen Tages genutzt.
    

Empower & Engage

Um das weitergehende Wachstum der W.E.B zu unterstützen, wurden bereits 2019 strategische Initiativen gestartet, die einerseits den Veränderungen im Bereich des Projekt- und Prozessmanagements Rechnung tragen und andererseits auch Aspekte der Mitarbeitereinbindung beleuchten. Das Projekt „Empower & Engage“ fokussierte dabei auf Themen der Unternehmenskultur vor dem Hintergrund des Wachstums sowie der zunehmenden Internationalität. Aufbauend auf den Aktivitäten des Jahres 2019 – dem Kulturaudit und der Mitarbeiterbefragung – wurden für 2020 folgende Schwerpunkte für die gesamte Organisation festgelegt: Zuhören, Anerkennen sowie Teamgeist und Feiern. Diese wurden zusammengeführt mit den geplanten Aktivitäten der Personalabteilung im Bereich Personalentwicklung und Fürsorge. Die Auswertungen der Mitarbeiterbefragung wurden auch abteilungs- bzw. länderspezifisch zur Verfügung gestellt, in den Teams diskutiert und darauf aufbauend jeweils spezifische Maßnahmen entwickelt. Mit der Mitarbeiterbefragung 2020 wurde der iterative Prozess aus Messung, Maßnahmensetzung und neuerlicher Messung erstmals abgeschlossen und ein neuer Ablauf gestartet. Damit wollen wir konsequentes Monitoring und laufende Verbesserungen sicherstellen.

Führungskräfte-Entwicklung

Da die Vergrößerung der Teams auch die Rolle der Führungskräfte maßgeblich verändert, hat die W.E.B mit den Leadership-Cafés ein Format der Führungskräfteentwicklung geschaffen. Durch ihren knappen Zeitrahmen von zwei Stunden gelingt es, Weiterbildung leicht in den beruflichen Alltag zu integrieren. Nähe zur Anwendung des Gelernten wird durch die Auswahl der Themen aus den Ergebnissen der Mitarbeiter­befragung sichergestellt sowie durch den Aufbau der Leadership-Cafés: Theoretischer Input, praktische Übung und Austausch in der Peergroup werden kompakt miteinander verbunden. In den Leadership-Cafés 2020 wurden die Themen „Feedback geben und nehmen“, „Virtuelle Zusammenarbeit“ und „Konflikte lösen“ bearbeitet. In einer Review-Session wurden die umgesetzten Anwendungen diskutiert und reflektiert.

Kulturbotschafter

Angestoßen durch „Empower & Engage“ gründete sich ein internationales Team von W.E.B-Kulturbot- schaftern. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Zusammenhalt und Teamgeist – über Länder- und Abteilungsgrenzen hinweg – zu stärken. Zu Jahresbeginn fokussierten sie stark auf gesundheitsfördernde Maßnahmen und gemeinsame Freizeitaktivitäten, in Zeiten der pandemiebedingten Lockdowns verlegten sie die Aktivitäten in den virtuellen Raum und sorgten mit der Organisation einer Online-Kaffeestunde für Zusammenhalt trotz Homeoffice. Seit Jahresende engagieren sich die W.E.B-Kulturbotschafter auch im Rahmen der firmeneigenen Covid-19-Testungen.

Employee Assistance Program

Ein Drittel ihres Lebens verbringen Menschen an ihrem Arbeitsplatz. Umso wichtiger ist es, sich dort auch wohlzufühlen. Stress, Konfliktsituationen, neue Herausforderungen, unliebsame Veränderungen im beruflichen Bereich oder ungeahnte Herausforderungen im Privatleben können Gesundheit und Potenzial beeinträchtigen. Damit Mitarbeiter in solchen Situationen anonym und vertraulich Rat und Hilfe erfragen können, wurde ein Employee Assistance Program eingerichtet, das sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache verfügbar ist. Mitarbeiter haben dadurch die Möglichkeit, sich mit ihren Fragen und Sorgen telefonisch oder via E-Mail an externe Experten zu wenden, egal ob es sich dabei um berufliche oder private Herausforderungen handelt. Auch wenn Mitarbeiter innerhalb der W.E.B zahlreiche Möglichkeiten haben, ihre Probleme anzusprechen – über die Führungskräfte, die Personalabteilung oder über die Kulturbotschafter – wollen wir mit dieser zusätzlichen Säule die Fürsorge um die Mitarbeiter weiter stärken bzw.ihr Wohlbefinden und ihre Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter schnell wiederherzustellen.

Interne Kommunikation

Das bereits 2019 eingeführte All-Hands-Meeting, ein gemeinsamer Event aller Mitarbeiter der W.E.B-Gruppe, wurde weiterentwickelt. Pandemiebedingt wurde die Veranstaltung im April virtuell umgesetzt. Der interne Newsletter der W.E.B wird sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache angeboten, im Laufe der Jahre hat er sich nicht nur etabliert, zuletzt wurde er auch schon recht umfassend. Im Berichtsjahr wurde daher die Frequenz des Newsletters von 14-tägig auf wöchentlich erhöht.

Verstärktes internes Recruiting

Das Potenzial von Mitarbeitern bleibt oft unentdeckt, wenn nicht Gelegenheiten geboten werden, diese Entwicklungschancen sichtbar zu machen. Seit 2020 werden daher Stellenausschreibungen zuerst intern vorgestellt, um Mitarbeitern die ausdrückliche Chance zu geben, sich für neue Aufgaben zu bewerben.

Neues Aus- und Weiterbildungskonzept

Im Berichtsjahr wurde ein neuer Prozess für die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern eingeführt. Auf Basis der Mitarbeitergespräche wird einerseits ein jährlicher Aus- und Weiterbildungsplan entworfen und andererseits werden interne Trainingsmaßnahmen entwickelt und angeboten. Im Zuge der Weiterbildungen wurden 2020 unter anderem Projektmanagement-Schulungen und Englischkurse abgehalten.

Änderungen bei den Ländergeschäftsführungen

Ein Mitglied der Geschäftsführung der französischen Ländergesellschaft trat seine Babypause an, daher wurde diese Rolle interimistisch mit Ewald Redl besetzt. Anlässlich der Pensionierung eines Mitglieds der Ländergeschäftsführung der nordamerikanischen Töchter wurde das Leitungsteam neu formiert: Rory Cantwell übernahm die Agenden der Projektentwicklung und des Betriebs, Stefan Karkulik die administrativen Themen, und Florian Müller betreut weiterhin die Finanzagenden im Leitungsteam.

Recruiting

Die Mitarbeiterzahl der W.E.B ist – trotz Covid-19 – etwas gestiegen. Diese Entwicklung spiegelt die Wachstumsbestrebungen der W.E.B wider; die Zuwächse stammen hauptsächlich aus dem Bereich der Projektentwicklung in den Länderorganisationen, hier wiederum vor allem in Frankreich und Deutschland.


   
Kernkennzahlen


2019
2020
Mitarbeiter (Konzern)

Personen

172
177
 

Vollzeitäquivalente

157
163,1

Frauenanteil

%
38,4
39,5

Durchschnittsalter

Jahre
36,5
37,5

Eintritte

Personen
53
46

   davon Praktikanten

 
12
20

Austritte

Personen
31
41

   davon Praktikanten

 
13
19

   davon Elternkarenz

 
4
6

Durchlaufzeit Recruiting

Monate
2,7
2,6

Durchschnittliche Verweildauer

Jahre
4,9
5,5

Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der Person mit dem höchsten Gehalt im Vergleich zum mittleren Niveau (Median)  der Jahresgesamtvergütung aller Angestellten (Konzern)

 
9,2
8,7

Angestellte, die von Tarifverhandlungen erfasst werden (Konzern)

%
80
80

Investor Relations

Vertrauen, auch in Pandemiezeiten

  
       
Ein wesentliches Fundament für den Erfolg der W.E.B ist die Tatsache, dass sie aus Bürgerbeteiligung entstanden und diesem Prinzip bis heute treu geblieben ist. Ihre wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit macht die W.E.B zu einem grünen Investment, auf das die Investoren auch im Covid-19-Jahr 2020 gesetzt haben.
 
Es sind die Aktionäre und Anleihezeichner der W.E.B, die zur Entwicklung des Unternehmens maßgeblich beigetragen haben. Sie haben der W.E.B auch im Pandemiejahr 2020 ihr Vertrauen erwiesen. Das Handelsvolumen der W.E.B-Aktie ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, und auch der Jahresdurchschnitts­preis wies eine positive Entwicklung auf. Die Dividende wurde in der Hauptversammlung mit Bedacht auf das Pandemiejahr in der Höhe von 10 EUR vorgeschlagen und beschlossen. Im Herbst 2020 reifte auch die fünfjährige Anleihe aus dem Jahr 2015 ab, womit die W.E.B wieder eine Anleihe vollständig getilgt hat.

Die W.E.B-Aktie

W.E.B-Aktien sind eine Green-Investment-Option für alle, die sich direkt an der Energiewende beteiligen möchten. Sie haben sich seit der Gründung der Aktiengesellschaft als stabil erwiesen und unseren Aktionären bisher eine beachtliche Performance geboten. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet nicht zuletzt die nachhaltige Dividendenpolitik, zu der sich der Vorstand der W.E.B uneingeschränkt bekennt. Nachdem die Unternehmensgewinne in den ersten zehn Jahren zur Gänze in den weiteren Ausbau geflossen waren, schüttet die W.E.B seit 2010 regelmäßig Dividenden an ihre Aktionäre aus. Dabei steht eine verlässliche Dividende im Vordergrund.   

    
Dividende 

EUR

2015

2016

2017

2018

2019

2020

20

15

24

18

10

261

    
1
Vorschlag Hauptversammlung 2021


    
Die W.E.B-Aktien sind vinkulierte Namensaktien, die nicht an der Börse notieren und daher auch nicht über die Börse gehandelt werden können. Mit dem Traderoom (www.traderoom.at) stellt die W.E.B ihren Aktionären jedoch ein elektronisches Schwarzes Brett zur Verfügung, das direkte Transaktionen zwischen Käufern und Verkäufern ermöglicht.

Zum 31. Dezember 2020 betrug die Anzahl der ausgegebenen Stammaktien (unverändert zum Vorjahr) 288.453 Stück. Die Anzahl der Aktionäre stieg – wie schon in den Jahren davor – stetig und erhöhte sich von 4.131 zum Jahresende 2019 auf 4.390 per 31. Dezember 2020. Der Jahresdurchschnittspreis der Aktien im Traderoom legte erneut zu, und zwar von rund 812 EUR auf 906 EUR.2

2 Da die W.E.B-Aktie nicht börsenotiert ist, wird auch kein Kurs gebildet. Die hier dargestellten Durchschnittspreise werden aus den Transaktionen via Traderoom ermittelt. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keinen Rückschluss auf die künftige Entwicklung zu. 


Aktionäre nach Anteilsgrößen

per 31.12.2020
 
Gruppen

Untere Grenze

Obere Grenze

Aktien (Anzahl)

Aktien (%)

Aktionäre (Anzahl)

Aktionäre (%)

Bis zu 0,1 % 

1

288

153.749

53,30 %

4.202

95,72 %

Mehr als 0,1 % bis zu 0,5 %

289

1.442

93.154

32,29 %

174

3,96 %

Mehr als 0,5 % bis zu 1 %

1.443

2.884

19.720

6,84 %

10

0,23 %

Mehr als 1 % bis zu 2 %

2.885

5.769

6.515

2,26 %

2

0,05 %

Mehr als 2 % bis zu 3 %

5.770

8.653

6.374

2,21 %

1

0,02 %

Mehr als 3 % bis zu 4 %

8.654

11.538

8.941

3,10 %

1

0,02 %

Gesamt


288.453

100,00 %

4.390

100,00 %

Entwicklung der Aktionärszahlen
  

 


    
Regionale Verteilung der Aktien per 31.12.2020
     

Anzahl

Anteil


Region

100.470

34,83 %


Waldviertel

76.029

26,36 %


Niederösterreich ohne Waldviertel

33.073

11,46 %


Wien

23.106

8,01 %


Oberösterreich

46.545

16,14 %


Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien

279.223

96,80 %


Österreich gesamt

9.230

3,20 %


Andere Länder

288.453

100,00 %


Alle Aktien


      

Regionale Verteilung der Aktionäre per 31.12. 2020
     

Anzahl

Anteil


Region

1.304

29,70 %


Waldviertel

1.032

23,51 %


Niederösterreich ohne Waldviertel

733

16,70 %


Wien

536

12,21 %


Oberösterreich

643

14,65 %


Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien

4.248

96,77 %


Österreich gesamt

142

3,23 %


Andere Länder

4.390

100,00 %


Alle Aktionäre

  
     
     


   

Der W.E.B-Traderoom

Die W.E.B-Aktie notiert nicht an der Börse, Transaktionen können aber mithilfe der Online-Plattform www.traderoom.at unkompliziert angestoßen werden.

Die Registrierung für den Traderoom und die Abwicklung von Transaktionen sind einfach und mit geringem Zeitaufwand möglich, zudem fallen keinerlei Gebühren an. Alle Aktionäre und Interessenten können auf der Plattform www.traderoom.at Kauf- oder Verkaufsangebote einstellen oder nach vorhandenen Kauf- oder Verkaufsangeboten suchen. Es handelt sich dabei um einen reinen Informationsaustausch; eine Vermittlerfunktion wird von der W.E.B nicht übernommen.

Im Jahr 2020 wechselten insgesamt 8.393 Stück Aktien mit einem Volumen von 7,6 MEUR mit Unter­stützung des Traderooms ihre Besitzer. Der höchste durchschnittliche Handelspreis der Aktie lag im Jänner 2020 bei rund 1.031 EUR.

    

Traderoom: Durchschnittspreis der Aktie im Jahresvergleich3

EUR
3 Da die W.E.B-Aktie nicht börsenotiert ist, wird auch kein Kurs gebildet. Die hier dargestellten Durchschnittspreise werden aus den Transaktionen via Traderoom ermittelt. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keinen Rückschluss auf die künftige Entwicklung zu.
   
    
    
    
Traderoom: Durchschnittspreis der Aktie im Verlauf des Jahres 20203

EUR

    

Außerhalb des Traderooms wurden im Berichtsjahr 2.694 Aktien übertragen. Davon ist der W.E.B bei 208 Aktien der Transaktionspreis bekannt. Dieser betrug im Schnitt 765,8 EUR.


3 Da die W.E.B-Aktie nicht börsenotiert ist, wird auch kein Kurs gebildet. Die hier dargestellten Durchschnittspreise werden aus den Transaktionen via Traderoom ermittelt. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keinen Rückschluss auf die künftige Entwicklung zu.


     

Traderoom: Transaktionen im Jahr 2020    

Transaktionssumme, TEUR



W.E.B-Anleihen 

Eine weitere Form des Investments in die W.E.B ist die Zeichnung einer unserer Anleihen. Seit 2010 emittiert die W.E.B zur Finanzierung neuer Kraftwerke nahezu jährlich Anleihen in verschiedenen Ausprägungen. Auch hier nimmt sie eine Pionierrolle ein: Ihre 5 %-Anleihe 2010–2015 war die erste Windkraftanleihe Österreichs, 2014 folgte die erste Windkraft-Hybridanleihe des Landes. 

In Summe hat die W.E.B damit seit 2010 Anleihen im Umfang von 128,5 MEUR begeben, die der Umsetzung unseres umfangreichen Investitionsprogramms wichtige Impulse gegeben haben. Davon wurden bis zum Jahresende 2020 bereits insgesamt 69,4 MEUR getilgt. Dieser Betrag enthält sowohl die vollständig getilgten Anleihen als auch die Teiltilgungen, wie sie bei den jährlich teiltilgenden Anleihemodellen und bei der Hybridanleihe vorgesehen sind. 

Sämtliche Anleihen der W.E.B sind im Dritten Markt der Wiener Börse im Bereich der „Green und Social Bonds“ gelistet, und zwar im Segment „Corporates Prime“, dem Premium-Segment für Unternehmensanleihen. Die W.E.B verpflichtet sich damit zu mehr Transparenz als im Dritten Markt gefordert. 

Der Handel von W.E.B-Anleihen erfolgt ausschließlich über die Wiener Börse. 



W.E.B-Anleihen seit 2010

Jahr

Laufzeit

Verzinsung
Tilgung
Volumen (MEUR)

20104

5 Jahre

5,00 %
Endfällig
10,2

20114

5 Jahre

5,00 %
Endfällig
6,5

20134

5 Jahre

4,00 %
Endfällig
24,6

2013

10 Jahre

5,25 %
Jährlich teiltilgend

2013

10 Jahre

5,50 %
Endfällig

20144

5 Jahre

3,50 %
Endfällig
15

2014

Ohne Fälligkeitstag

6,50 %
Hybrid

20154

5 Jahre

2,75 %
Endfällig
22,3

2015

10 Jahre

4,00 %
Jährlich teiltilgend

2015

Ohne Fälligkeitstag

6,50 %
Hybrid

2016

5 Jahre

2,50 %
Endfällig
20,2

2016

10 Jahre

3,75 %
Jährlich teiltilgend

2016

Ohne Fälligkeitstag

6,25 %
Hybrid

2018

10 Jahre

2,25 %
Jährlich teiltilgend
15,1

2018

Ohne Fälligkeitstag

4,50 %
Hybrid

2019

10 Jahre

2,25 %
Jährlich teiltilgend
14,6

2019

Ohne Fälligkeitstag

4,50 %
Hybrid
 
 
 
 

128,5

bereits getilgt (Stand:31.12.2020)



       
Regional Verteilung der Anleihen
 zum Stichtag 31.12.2020 
    

Anzahl

Anteil


Region

24.160

28,12 %


Waldviertel

19.034

22,15 %


Niederösterreich ohne Waldviertel

13.212

15,38 %


Wien

14.970

17,42 %


Oberösterreich

13.572

15,79 %


Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien

84.948

98,86 %


Österreich gesamt

983

1,14 %


Andere Länder

85.931

100,00 %


Alle Anleihen

   
    

  

Regionale Verteilung der Anleihezeichner zum Stichtag 31.12.2020
    


Anzahl

Anteil


Region

1.244

36,00 %


Waldviertel

805

23,30 %


Niederösterreich ohne Waldviertel

577

16,70 %


Wien

359

10,39 %


Oberösterreich

430

12,45 %


Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien

3.415

98,84 %


Österreich gesamt

40

1,16 %


Andere Länder

3.455

100,00 %


Alle Anleihezeichner
 

Bericht des Aufsichtsrats

gemäß § 96 AktG   


Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre! 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser dieses Berichts!  


Organisation und Tätigkeit Aufsichtsrat 

Während des Geschäftsjahres 2020 bestand der Aufsichtsrat aus fünf von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern: Mag. Josef Schweighofer (Vorsitzender), Dr. Reinhard Schanda (stellvertretender Vorsitzender), DI (FH) Stefan Bauer, Mag. Brigitte Ederer und Martin Zimmermann. 

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat auf Grundlage der umfangreichen Berichterstattung des Vorstands diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeiten laufend überwacht. Im Zuge von insgesamt neun Sitzungen, an denen immer alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilnahmen, sowie weiteren Besprechungen und Telefonkonferenzen diskutierte er auf Basis von regelmäßigen, zeitnahen, schriftlichen und mündlichen Berichten des Vorstands über die operative Geschäftspolitik und die Ergebnislage des Konzerns. Seit März 2020 hat er sich darüber hinaus mit den Einflüssen der Covid-19-­Krise auf die Märkte, in denen die W.E.B tätig ist, und mit den Auswirkungen auf die Unternehmen der W.E.B-Gruppe beschäftigt. 

Weiters wurde die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens einschließlich der wesentlichen Konzerngesellschaften gemeinsam erörtert. Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen und konstruktiven Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, gab zu keinen Beanstandungen Anlass. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand darüber hinaus mit dem Vorstand in laufendem Kontakt, um sich regelmäßig über die jüngsten Entwicklungen zu informieren. Im Rahmen seiner Überlegungen und Entscheidungen hat der Aufsichtsrat neben ökonomischen Aspekten auch ökologische und soziale Themen berücksichtigt und ihre Auswirkungen, Risiken und Chancen überprüft. 

Mit Ende der 22. ordentlichen Hauptversammlung am 28. Mai 2021 laufen die Funktionsperioden der Aufsichtsräte Josef Schweighofer, Stefan Bauer und Martin Zimmermann ab. Alle drei Kandidaten stehen für eine weitere Periode zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat im Zuge seiner in § 198 Abs. 1 AktG normierten Vorschlags­pflicht diese Personen zur Wiederwahl vorgeschlagen. Die vorgeschlagenen Kandidaten haben ihre fachlichen Qualifikationen und ihre Unabhängigkeit mit einer entsprechenden Erklärung gemäß § 87 Abs. 2 AktG bestätigt. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass mit dieser Zusammensetzung durch die unterschiedliche Ausbildung und Berufserfahrung seiner Mitglieder die erforderliche Ausgewogenheit gegeben ist. 


Prüfungsausschuss 

Die Gesellschaft ist gemäß § 92 Abs. 4a AktG verpflichtet, aus der Mitte des Aufsichtsrats einen Prüfungsausschuss zu bestellen, dem mindestens drei Personen anzugehören haben. Während des Berichtsjahres waren mit Mag. Josef Schweighofer, Dr. Reinhard Schanda und DI (FH) Stefan Bauer drei Mitglieder in den Prüfungs­ausschuss bestellt. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses wurde Mag. Josef Schweighofer gewählt. Gleichzeitig wurde er auch als Finanzexperte des Prüfungsausschusses gemäß § 92 Abs. 4a AktG nominiert. 

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr drei Sitzungen abgehalten, einzelne Sachgebiete vertiefend erörtert und anschließend dem Aufsichtsrat Bericht erstattet. Im April 2020 wurden alle Themen im Zusammenhang mit dem Jahres- und Konzernabschluss 2019 sowie der Vorschlag für die Bestellung des Abschlussprüfers für das Jahr 2020 behandelt. Im Juli 2020 beschäftigte man sich nochmals eingehend mit dem Vorschlag für die Bestellung des Wirtschaftsprüfers für das Jahr 2020. Im Oktober 2020 gab der Abschlussprüfer eine Übersicht zum geplanten Ablauf sowie zu den Schwerpunkten der Prüfung für das Geschäftsjahr 2020. Darüber hinaus beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit dem Corporate-Governance-Bericht und der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, überprüfte die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS) inklusive des Risikomanagements und überwachte die Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers. Der Prüfungsausschuss hatte auch die Möglichkeit, sich ohne Beisein des Vorstands mit dem Wirtschaftsprüfer zu beraten und auszutauschen.

   

Vorstand 

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Unternehmen von den Vorständen Dr. Frank Dumeier (Vorstands­vorsitzender) und DI Dr. Michael Trcka (Finanzvorstand) geleitet. Beide Vorstände werden der W.E.B noch längerfristig zur Verfügung stehen. Der Vorstandsvertrag von Dr. Frank Dumeier läuft bis 31. März 2025 und jener von DI Dr. Michael Trcka bis 30. April 2024. 

   

Ergebnis 

Das Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2020 beurteilt der Aufsichtsrat als zufriedenstellend. Aufgrund der guten Windsituation im Jahr 2019 und wegen auslaufender Fördertarife war das geplante Ergebnis 2020 geringer als jenes des Vorjahres. Bedingt durch die Windsituation 2020 konnte das Ergebnis nicht ganz an den budgetierten Wert anschließen. Darüber hinaus entstand ein negativer Einmaleffekt aus dem „Rückkauf“ des bereits gesicherten Fördertarifs für den Windpark Ariano. 

   

Rückblick Betrieb 

Vor dem Hintergrund der Covid-19-Krise kann die W.E.B im Betrieb auf ein gutes Jahr 2020 zurückblicken. Mit dem Produktionsergebnis von 1.302 GWh hat die W.E.B um 7,1 % mehr Strom erzeugt als im Jahr zuvor, obwohl das Windaufkommen mit 1,46 % leicht unter dem langjährigen Durchschnitt lag und damit weniger Strom als im Budget vorgesehen produziert wurde. 

Die Internationalität der W.E.B schlägt sich immer deutlicher in der Produktionsverteilung nieder. Österreich war mit 38 % der Produktion noch immer der stärkste W.E.B-Markt, doch hat sich das Verhältnis zugunsten der anderen Länder gegenüber 2019 um 8 % verschoben. 

Oberste Prämisse im Betrieb blieb es, Anlagenstillstände und technische Probleme auch unter Lockdown-Bedingungen weiterhin schnell zu erkennen und Störungen zeitnah zu beheben. Die in den unterschiedlichen Ländern geltenden und sich oft ändernden Reisebeschränkungen stellten eine große Herausforderung dar. Mit viel Flexibilität in den Betriebsabteilungen konnte die W.E.B trotzdem ihr gewohnt hohes Niveau halten. 

Sogar die Generalüberholung der ersten, vor 25 Jahren errichteten W.E.B-Anlage in Michelbach konnte im Februar 2021 erfolgreich abgeschlossen werden. Diese Anlage steht nun für die nächsten 15 Produktionsjahre bereit.

   

Rückblick Projektentwicklung 

Neben dem französischen Windpark Tortefontaine hat die W.E.B im vergangenen Jahr fünf – eher kleinere – Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen. 

Mit mehr als 100 Projekten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und einem Potenzial von ca. 2 GW kann die W.E.B-Projektpipeline mit Ende 2020 ein beachtliches Volumen vorweisen. Mehrere Lockdowns im Zuge der Covid-19-Krise haben zu Projektverzögerungen von drei bis neun Monaten geführt. Dennoch ist es gelungen, bei acht Projekten mit insgesamt ca. 150 MW mit dem Bau zu beginnen bzw. die entsprechenden Beschlüsse zu fassen. 

Die Projektentwicklung wurde weiter dezentralisiert, um einen näheren Kontakt zu den relevanten Entscheidungsträgern und Gemeinden in den Projektgebieten zu ermöglichen. Mehr als zwei Drittel der W.E.B-­Projektentwickler arbeiten außerhalb von Österreich. In diesem Zusammenhang wurden auch weitere Regionalbüros eröffnet (z. B. in Österreich der Regionalstandort in Graz). 

Basierend auf der 80-20-Wachstumsstrategie, wonach 80 % der Kapazität im Bereich Wind, 20 % im Bereich Photovoltaik liegen sollen, wurden 2020 auch Photovoltaikprojekte vorangetrieben. Hier lag der Schwerpunkt insbesondere in den USA, in Frankreich und Österreich. 

Auf nationaler Ebene wurde das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, kurz EAG, vorgestellt, dessen Verabschiedung 2021 erwartet wird. Ein wichtiges internationales Signal kam aus den Vereinigten Staaten. Nach der Präsidentschaftswahl im November 2020 folgte gleich zu Beginn des Jahres 2021 der Wiedereintritt ins Pariser Klimaabkommen. 

       

Rückblick Stromvermarktung 

2020 ist es gelungen, die internen Abläufe und Prozesse zur Stromvermarktung stark zu professionalisieren. Für die Vermarktung der nicht mehr von Fördertarifen erfassten Strommengen schafft das zukünftig sehr gute Wachstumsvoraussetzungen. 

Zum Jahresende 2020 belieferte die W.E.B rund 6.500 Zählpunkte von Haushalten und KMU mit W.E.B-Grünstrom. Den W.E.B-Stakeholdern – Anrainern, Aktionären und Anleihezeichnern – konnten dafür auch 2021 attraktive Pakete geboten werden.   

   

Rückblick Bürgerbeteiligung 

Die Zahl der Aktionäre ist weiter angewachsen und hat im Berichtsjahr die Marke von 4.300 überschritten. Die geplante Kapitalerhöhung wurde pandemiebedingt verschoben und ist nun für 2021 vorgesehen. Aufgrund der geplanten Wachstumsstrategie werden wir den Aktionären im Rahmen der Hauptversammlung 2021 den Vorschlag unterbreiten, die Eigenfinanzierung der zukünftigen Projekte jedenfalls teilweise über eine Kapitalerhöhung vorzunehmen. Die Kapitalerhöhung soll auch helfen, die Eigenkapitalquote auf einem attraktiven Niveau zu halten. Darüber hinaus schlagen wir vor, einen Aktiensplit vorzunehmen. Damit soll der Handel mit der Aktie erleichtert werden, deren monatlicher Durchschnittspreis im Dezember rund 940 EUR erreicht hat. 

  

Strategie 

Die bereits im Jahr 2018 beschlossene W.E.B-Strategie zur Verstärkung des Wachstumskurses wurde im Rahmen der Aufsichtsrats-Strategieklausur am 26. November 2020 bestätigt. Die – trotz pandemiebedingter Projektverschiebungen – weiter angewachsene Pipeline schafft für die mittelfristige Zukunft ein profundes Wachstumspotenzial. 

Die Betriebsstrategie eines möglichst langen Betriebs unseres Anlagenportfolios wird weitergeführt und durch passende Repowering-Maßnahmen ergänzt. Im Rahmen der Stromvermarktung wurden erste Pilotprojekte ohne Nutzung eines Förderregimes für Erneuerbare Energien umgesetzt. 

  

Jahresabschluss 2020 und Vorschlag Ergebnisverwendung 

Die zur Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr 2020 bestellte KPMG Niederösterreich GmbH, Wirtschafts­prüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, 2340 Mödling, hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 samt Lagebericht und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 samt Konzernlagebericht geprüft und jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. 

Sämtliche Abschlussunterlagen, der Gewinnverwendungsvorschlag und sämtliche Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss in einer Sitzung am 22. April 2021 eingehend und detailliert mit den Prüfern beraten. Weiters hat der Abschlussprüfer für die Prüfung des Einzel- und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2020 den gesonderten Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 in Verbindung mit § 92 Abs. 4a Z 2 AktG erstattet. Das Ergebnis dieser Prüfungsausschusssitzung wurde dem Gesamtaufsichtsrat berichtet und die gesetzlich vorgeschriebenen Vorschläge wurden unterbreitet. 

In der Aufsichtsratssitzung am 22. April 2021 wurden der Jahresabschlussbericht und der Konzernabschluss samt Konzernlagebericht in einer gemeinsamen Sitzung mit Vorstand, Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüfer besprochen.    

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfungen der Wirtschaftsprüfer und des Prüfungsausschusses angeschlossen und den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 gebilligt, den zugehörigen Lagebericht des Vorstands genehmigt und dem Vorschlag für die Ergebnisverwendung zugestimmt. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. 

Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Vorschlag des Vorstands an, vom Bilanzgewinn in Höhe von 9.379.254,01 EUR eine Ausschüttung in Höhe von 7.499.778,00 EUR (26,00 EUR je Aktie) vorzunehmen und den Rest in Höhe von 1.879.476,01 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. 

   

Prüfung Jahresabschluss 2021 

Über Vorschlag des Prüfungsausschusses wurde ein Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 für die 22. ordentliche Hauptversammlung vorbereitet. Vorgeschlagen wird als Abschluss- und Konzernabschlussprüferin für das Geschäftsjahr 2021 (1. Jänner bis 31. Dezember 2021) die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m. b. H., Wagramer Straße 19, IZD-Tower (Postfach 89), 1220 Wien. 

   

Dank 

Abschließend möchte ich im Namen des Aufsichtsrats dem gesamten Vorstand, den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für ihre erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr 2020 aussprechen. Auch ihr tatkräftiger Einsatz und ihre Flexibilität in schwierigen Zeiten, wie gegenwärtig aufgrund der Covid-19-Pandemie, soll hier besondere Erwähnung finden. Mein Dank gilt auch unseren treuen Kundinnen und Kunden, unseren Joint-Venture- und Geschäftspartnern im In- und Ausland, unseren Aktionärinnen und Aktionären sowie den Anleihezeichnerinnen und Anleihezeichnern für ihr der W.E.B entgegengebrachtes Vertrauen. 


Für den Aufsichtsrat        

Mag. Josef Schweighofer  
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Pfaffenschlag, im April 2021